Im Jahre 1964 habe ich in Fürth das Licht der Welt erblickt – und schon hier spürte ich: „Dieses Leben wird ein ganz Besonderes werden.“

 

Obwohl oder gerade wegen der Tatsache, dass ich ein Scheidungskind bin, verbrachte ich eine prima Kinder- und Jugendzeit. Meine Mutter und meine beiden Schwestern haben mich auch liebevoll gepflegt - jede auf ihre Art und Weise.

 

Nach der Schulzeit wandelte ich zunächst auf den kaufmännischen Spuren meines Vaters und habe nach einer Ausbildung noch ein BWL-Studium absolviert. Erleben konnte er es allerdings nicht mehr, da er bereits früh von dieser Welt gegangen ist – da war ich gerade einmal 17 Jahre alt.

 

Schon in der Ausbildung und auch im Studium wurde mir klar, dass ich mich gerne mit Menschen beschäftige. U.a. ein Grund für die psychologische und kommunikationswissenschaftliche Ausrichtung des Studiums.

 

Bereits mit 25 Jahren habe ich meine Frau für’s Leben kennengelernt – Martina. Eigentlich ein wenig geschwindelt, denn mit 14 Jahren bin ich ihr schon auf dem Tennisplatz näher gekommen. Für eine gemeinsame Zukunft hat es eben noch ein wenig gedauert.

 

Nach weiteren 10 Jahren ist unser erster Sohn auf die Welt gekommen – Noah – Wow, was für ein Ereignis im Geburtshaus in Neustadt / Aisch. Von einer Stunde auf die andere war unsere Welt eine komplett andere. Zwischenzeitliches Fazit: Kinder sind fantastisch und absolut lebensbereichernd.

 

Beruflich hatte ich mich für die Beratung von Unternehmen entschieden – Sie glauben ja gar nicht wie vielen mehr oder weniger ungewöhnlichen Menschen man in diesem Metier begegnet.

 

Und dann, im Jahre 2005, die Geburt unseres zweiten Sohnes – Joshua. Ein Unikat auf der anderen Seite der Emotionsskala im Vergleich zu Noah. Wussten Sie eigentlich, dass der Name „Noah“ im Ursprung „der Ruhebringer“ bedeutet – das kann ich nur unterstreichen. Unter diesen Aspekten müsste Joshua eigentlich „dynamische Megarakete“ bedeuten. Tatsächlich heißt es „Jahwe ist Hilfe, Heil bzw. Rettung“. In jedem Fall rettet Joshi unsere Familie vor dem Langweilig werden.

 

Wir nähern uns langsam der heutigen Zeit und der Frage: Wie bin ich, d.h. „Max, der Vorleser“ eigentlich entstanden. Schon mit Noah hat eine intensive Zeit des Vorlesens von Kinderbüchern begonnen. Und mit Joshi ist dies uneingeschränkt weitergegangen. Ich selbst war nie eine Leseratte. Jedoch hat es unseren Söhnen immer sehr gut gefallen, wenn ich Ihnen vorgetragen habe.

 

Der erste „Auftritt“ mit Vorlesen liegt dann im Jahr 2010, im Kindergarten von Joshi – mir hat es Spaß gemacht und die Kinder waren begeistert.

 

Tja, und nach dem ich Anfang des Jahres 2011 beschlossen habe, nur noch Dinge zu tun, die mir wirklich Freude bereiten, habe ich das Vorlesen von Kinderbüchern zu einem meiner Lebensinhalte gemacht – manchmal geht es im Leben so einfach.